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iPad Pro und Magic Keyboard: Ein tolles Team

. 5 minuten gelesen

Nachdem ich vor einigen Wochen ja schon mal einen Kurztest mit dem iPad Pro meiner Herzdame durchführen konnte, habe ich seit ein paar Tagen mein eigenes iPad Pro und Magic Keyboard im Einsatz.

In meinem Fall handelt es sich um die Kombination aus dem 11-Zoll-Modell des ipad Pro, in diesem Fall mit Mobilfunk, und zugehörigen Magic Keyboard. Es ist also die kleinere Variante im Vergleich zu der von Petra.

Auspacken, einschalten, geht

Der Eindruck vom völlig problemlosen Zusammenspiel bestätigt sich schon nach dem ersten Einschalten. Das Magic Keyboard ist, wenn angedockt, schon beim Setup-Prozess verfügbar. Seit kurzem läuft dieser auf dem iPad sogar im Querformat ab, was das Setup erheblich erleichtert. Klar konnte ich die Daten meines vorigen iPads übernehmen, so dass viel Tipparbeit weg fiel. Wäre das aber nicht der Fall gewesen, hätte die Tastatur das Einloggen ins WLAN oder Eintippen der Apple ID und des Passworts erheblich vereinfacht.

Das ganze hätte natürlich auch mit einem Smart Keyboard, das ja ebenso per Hardwareverbindung angeschlossen wird, funktioniert. Hier zeigt sich die klare Überlegenheit gegenüber per Bluetooth angebundenen Tastaturen, inklusive Apples eigenem Magic Keyboard 2, mit oder ohne Ziffernblock. Die hätten zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingebunden werden können.

Lediglich für die erste Einrichtung von FaceID muss das iPad Pro nach wie vor ins Hochformat gedreht werden. Es empfiehlt sich, es dafür auch von der Tastatur abzudocken und allein in die Hand zu nehmen. Die Tastatur, die sonst ja seitlich daneben hängt, stört sonst die Gesichtserkennung.

Erstes iPad ohne Home-Taste

Wie schon bei den letzten beiden iPhone-Modellen, die ich hatte bzw. habe, hat auch dieses iPad erstmalig keine Home-Taste mehr. Das Entsperren erfolgt also per FaceID oder Eingabe der PIN. FaceID funktioniert auf dem iPad Pro ebenso zuverlässig wie auf dem iPhone 11 Pro. Auf dem iPad funktioniert FaceID sogar im Querformat, man muss also zum Entsperren das iPad nicht von der Tastatur abdocken, sondern kann entweder einfach auf den Bildschirm tippen oder eine Taste drücken, und das iPad entsperrt sich. Ich habe da bisher tatsächlich keine Fehlversuche gehabt, wenn ich davor gesessen habe.

Das Aufrufen von Home-Bildschirm und App-Umschalter funktioniert genauso wie beim iPhone: Man fängt an, vom unteren Bildschirmrand zu streichen, hört einen tiefen Plopp-Ton, streicht weiter, bis man einen mittelhohen Plopp hört, und hebt den Finger an, um zum Home-Bildschirm zu gelangen. Streicht man weiter nach oben, ertönt ein dritter, noch höherer Plopp, und wenn man den Finger dann anhebt, öffnet sich der App-Umschalter. Analog streicht man, wie bei anderen Modellen ja schon länger üblich, von oben, bis der zweite Plopp kommt, um das Kontrollzentrum zu öffnen, oder bis zum dritten Plopp, um die Mitteilungszentrale aufzurufen. Und hier zeigt sich ein Vorteil des schwebenden Designs des Magic Keyboards. Der untere Rand liegt frei, wird also von keiner Kante oder Falte verdeckt, so dass die Gesten immer zuverlässig klappen.

VoiceOver wird auch beim iPad durch dreifaches Klicken des Ein-/Ausschalters aus- und wieder eingeschaltet. Ein langes Drücken bewirkt das Aufrufen von Siri. Und hat man Apple Pay Zahlungsdaten hinterlegt, könnte man wahrscheinlich auch ein iPad an ein Zahlungsterminal halten. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Im App Store wurde ich zum Laden oder Kaufen jedoch auch schon wie beim iPhone aufgefordert, zweimal drauf zu drücken, um die Apple-Pay-Integration zu bestätigen.

FaceID funktioniert natürlich auch in Apps wie 1Password am iPad. Vorteil gegenüber dem Home-Button ist, dass man die Hände nicht von der Tastatur nehmen muss, um ein Passwort einzufügen, die Bestätigung erfolgt ja nicht mehr mit einem Finger.

Die AirPods werden nun noch mehr eingesetzt als vorher, denn auch das iPad Pro hat keine 3,5-mm-Klinkenbuchse mehr. Am iPad Air habe ich immer noch EarPods verwendet, aber den USB-C-auf-3,5-mm-Klinke-Adapter habe ich mir diesmal nicht mitbestellt, sondern bin Apples Vorstellung von komplett drahtloser Zukunft gefolgt. Wie gut, dass ich auf dem Schreibtisch einen Ständer stehen habe, der auch über eine Ladevorrichtung für das AirPod Case verfügt. 🙂

Verarbeitung und Trackpad

Auch die Verarbeitung ist wie beim großen Geschwisterpaar einwandfrei. Die Tastatur ist natürlich etwas schmaler. Das tut dem guten Tippgefühl aber keinen Abbruch. Die Tasten sind trotzdem immer noch so komfortabel angeordnet, dass ich gefühlt stundenlang darauf schreiben kann.

Die magnetische Halterung des iPads ist ebenso ganz zuverlässig. Sie hält das iPad gut fest, auch auf dem Schoß, und verhindert so eventuelle Unfälle. Das Gegengewicht in der Tastatur selbst sorgt zudem dafür, dass diese Kombination sich so stabil auf dem Schoß anfühlt wie keine zuvor. Sie übertrifft selbst die eigentlich schon sehr gute Kombination aus dem iPad Air 2 und dem Logitech Type+, welche zu den bisher besten Kombinationen gehört, die ich je hatte, noch deutlich. Apple haben sich lange Zeit gelassen, aber die hat sich definitiv gelohnt.

Das Trackpad ist natürlich auch etwas kleiner als auf dem Magic Keyboard fürs größere iPad Pro. Und da es sehr berührungsempfindlich ist und gefühlt manchmal auch schon wenige mm über sich schwebende Hände als Berührung interpretiert, habe ich die Verfolgung bzw. Beeinflussung des VoiceOver Cursors abgeschaltet. Sie stört mehr als dass sie nützt. Standardmäßig wird das Trackpad so eingestellt, dass der VoiceOver cursor zum Mauszeiger gezogen wird, wenn dieser sich bewegt.

Nützlicher finde ich die Funktion Zeiger Sprechen, die bewirkt, dass das Element, auf das der zeiger zeigt, gesprochen wird. Auf manchen Webseiten mit Maus-Schwebe-Menüs ist das nützlich. Tatsache ist aber, dass der zeiger für Blinde ansonsten nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Audioqualitäten

Das iPad Pro kommt mit Stereolautsprechern daher. Das tut es schon seit jeher. Apple hat sie sogar so gebaut, dass sich das Stereobild der Ausrichtung des iPads anpasst, d. H., man bekommt sowohl im Quer- als auch im Hochformat immer einen gleichen Stereoklang. Die Lautsprecher im iPad Pro sind, trotz der geringen Gehäusetiefe von 5,9 mm, richtig voluminös und haben nicht nur eine gute Höhen- und Mittenwiedergabe, sondern auch erstaunlich viele Tiefen.

Apple wirbt im iPad Pro 2020 mit neu überarbeiteten Mikrofonen. Und sie versprechen nicht zu viel. Die haben echt eine tolle Qualität und nehmen Stimmen sehr störungsfrei auf. Und wenn man mit der Kamera-App Videos dreht, bekommt man sogar Stereoaufnahmen, ähnlich wie dies schon seit dem iPhone XS aus 2018 der Fall ist.

Fazit

Diese Kombination aus ipad pro und Magic Keyboard war eine sehr lohnende Anschaffung und gegenüber dem iPad Air 3 nochmals ein echtes Upgrade. Die Geschwindigkeit ist etwas höher, auf den Bildschirm passt noch etwas mehr Inhalt, und die Verarbeitung ist spitzenmäßig. Durch die USB-C-Schnittstelle anstatt dem Apple Lightning Port ist viel mehr Zubehör sofort einsetzbar, und das sogar während das iPad Pro über den Port am Magic Keyboard geladen wird.

Die Portabilität empfinde ich trotz des höheren Gewichts ebenfalls als besser. Das „Paket“ ist einfach sehr stabil und zuverlässig. Da rutscht nichts, klappt nichts auf, wenn es nicht soll, und steht stabil, wenn es soll.

Wenn man sich aufs iPad einlassen will und es vielleicht sogar zukünftig als Ersatz für ein Notebook in Betracht zieht, sollte man sich diese Kombination definitiv genauer anschauen, egal in welcher der beiden Größen. Ohne Magic Keyboard hätte ich eher zum iPad Air 3, das einen guten Kompromiss zwischen Leistung und Preis darstellt, geraten. Da es das Magic Keyboard aber für dieses Modell nicht gibt und auch nicht geben wird, wird meine Empfehlung in Zukunft definitiv „ipad Pro mit Magic Keyboard“ lauten, wenn ich nach der besten Kombination aus iPad und Tastatur gefragt werde.

Disclaimer: Ich bekomme für diesen Artikel wie auch die anderen von Apple keinen Cent. Sie entsprechen rein meiner Überzeugung.


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