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WWDC 2020: Spannende Neuigkeiten allüberall

. 5 minuten gelesen

Apple hat zur WWDC 2020 Keynote geladen, und wir sind alle gekommen. ;-) Nun ja, vielleicht nicht alle, aber bestimmt sehr viele. Ich ebenfalls. Und ich finde die Neuerungen, die präsentiert wurden, durchweg sehr spannend.

Dank der Tatsache, dass die WWDC diesmal komplett online stattfindet, kann man nicht nur bei der Keynote live dabei sein, wie in den letzten Jahren auch, sondern auch an vielen anderen Sessions entweder live teilnehmen oder sie sich sofort nach dem Erscheinen anschauen. Auch die Entwickler-Sessions, die Labs, sind diesmal viel mehr Leuten als nur den zahlungskräftigen Publikum vor Ort zugänglich. Und vieles davon sogar ohne dass man das Jahres-Abo für das Apple Developer Program abschließen muss. Schon allein deswegen ist die diesjährige WWDC wie keine andere vorher und erlaubt viel mehr Einblicke früher als bisher.

Gepimpte Home-Screens und Widgets

Eine der Neuerungen für iOS und iPadOS 14 sind die erweiterten Home-Screens. Man kann hintere Seiten jetzt ausblenden. Die allerletzte Seite enthält die komplette, durchsuchbare Ap-Bibliothek, sortiert nach Kategorien und darin nach Häufigkeit der Aufrufe einer App. Für Leute, die viele Apps nutzen, eine gute Möglichkeit, Ordnung zu halten und selten benutzte Apps leichter zu finden.

Die Widgets werden aufgewertet. Es gibt sie jetzt in verschiedenen Größen mit mehr oder weniger Informationen. Außerdem kann man sie jetzt auf den Home-Screens freier plazieren als nur in der Widget-Ansicht. Wie sich die gestapelten Widgets und alles andere mit VoiceOver bedienen lassen, werde ich auf diesem Blog zu gegebener Zeit vermelden.

Nachrichten mit mehr Spielereien und nützlichen Funktionen

Nachrichten bekommen noch diversere Memojis, animierten Gesichtern und sonstigen grafischen Spielereien. Sticker gibt's auch neue. Wie ihr erahnen könnt, kann ich mit diesem Aspekt der Nachrichten-App herzlich wenig anfangen. Muss daran liegen, dass ich nicht sehe, was ich tue, und deshalb lieber die Finger davon lasse. Denn so gut die Barrierefreiheit in iOS auch ist, das mit den Memojis hat Apple mir bisher echt nicht schlüssig erklären können.

Es gibt aber auch sinnvolle neue Funktionen in der Nachrichten-App. So können jetzt Gespräche angepinnt werden, so dass man häufig genutzte Kontakte nicht erst weiter unten suchen muss. Und in Gruppen-Gesprächen gibt es jetzt endlich die Möglichkeit, Leute zu erwähnen, auf Nachrichten zu antworten und diese Antwort-Fäden sogar gesondert zu öffnen, so dass man nur diesen Unterhaltungsstrang in Ruhe verfolgen kann. Und das schönste: Dank der Neugestaltung der Nachrichten-app für den Mac (siehe unten) wird das alles auch dort verfügbar sein.

Man kann jetzt Rad fahren

Also, die Karten-app kann das jetzt, bzw. Fahrradrouten ermitteln und navigieren. Und das ist auch für Blinde interessant, nämlich als Copiloten auf einem Tandem. So kann man als Beifahrer die Navigation übernehmen, während die sehende Person sich auf die Straße konzentriert und nicht zwischendurch die Augen aufs Display richten muss.

Bisher bekannte Barrierefreiheits-Funktionen

In iOS und iPadOS 14 gibt es eine Echtzeit-Übersetzung, die bisher in 11 Sprachen funktioniert. Das ist besonders spannend, wenn man öfter unterwegs ist und Verständigungsschwierigkeiten mit anderen bekommt. Da sich Blinde ja oft nicht mit Händen und Füßen, also Gesten, verständigen können, weil wir die schlicht nie so gut gelernt haben wie Sehende sie intuitiv können, hilft diese Funktion definitiv bei einer verbesserten Kommunikation.

In FaceTime wird jemand, der sich in Gebärdensprache ausdrückt, im Video jetzt deutlich hervorgehoben, also auch als gerade sprechende Person identifiziert. Eine Übersetzung der Gebärden in geschriebene oder gesprochene Sprache ist meines Wissens nach bisher aber noch nicht inkludiert. Aber man muss sich ja auch noch was für zukünftige Updates aufsparen. ;-) Das ist jedenfalls auch ein spannender Anwendungsfall, der zur inklusiveren Verständigung untereinander führen könnte.

VoiceOver macht jetzt standardmäßig eine Text- und Bilderkennung, um Apps, die nicht oder nur schlecht zugänglich sind, zugänglicher zu machen. Das entbindet Entwickler natürlich nicht von der Pflicht, ihre Apps auch weiterhin zugänglich zu machen, kann aber definitiv dabei helfen, mehr Hürden zu überwinden.

Eine weitere Neuerung betrifft AirPods und AirPods Pro. Nicht nur, dass sie endlich automatisch auf andere Geräte, die man benutzt, umschalten können sollen. Sie bekommen auch noch eine verbesserte Umgebungs-Wiedergabe, wenn man sie als Hörhilfe einsetzt. Und die AirPods Pro bekommen räumlichen Klang bei der Wiedergabe von 5.1-, 7.1- oder Dolby-Atmo-Wiedergaben.

Weitere Infos zu iOS 14 findet man bei Apple.

iPadOS 14

iPadOS 14 bekommt an vielen Stellen ein neues Design verpasst. Dieses besteht aus schlankeren Symbolleisten und mehr Seitenleisten für einen leichteren Zugriff auf mehr Funktionen und das bessere Ausnutzen des größeren Bildschirms. Die Benutzerschnittstelle für Siri wird kompakter und überlagert nicht mehr den ganzen Bildschirm, so dass man weiterhin auch die App im Fokus hat, in der man gerade arbeitet und aus der man z. B. eine Siri-Erinnerung erstellen will. Auch Anrufe überlagern künftig nicht mehr den Bildschirm, wenn sie ankommen. Dies beinhaltet alle Apps, die sich über die Anruffunktion registrieren, also z. B. neben FaceTime auch Skype.

Es gibt eine von überall her aufrufbare Suchfunktion ähnlich wie Spotlight auf dem Mac. Diese beinhaltet neben lokalen Ergebnissen aus Dateien und diversen Datenquellen auch Suchergebnisse aus Safari.

Safari selbst zeigt jetzt an, wovor er den Benutzer so beschützt hat, während man surft, also z. B. Online-Tracker. Und das iPad bekommt natürlich ebenfalls die verbesserten Home-Screens, Widgets und sonstigen neuen Funktionen von iOS 14. Weitere Infos zu iPadOS 14 finden sich bei Apple.

WatchOS 7

WatchOS 7 bekommt teilbare Zifferblätter, was ich persönlich sehr sinnvoll finde, wenn man z. B. zugängliche Infos mit den entsprechenden Apps mit Freunden teilen möchte. Auch wird die Übersetzungsfunktion auf der Watch verfügbar werden.

Die Watch wird außerdem zum Schlaf-Tracker. Es gibt weitere Fitness-Programme und -Arten, die erkannt werden, wie z. B. Tanzen.

Die Radfahr-Funktionen werden auch auf der Watch verfügbar, so dass das Navigieren, Trainieren, und Tandem-Fahren noch spannender wird, wenn man eine Watch besitzt. Hier zeigt sich mal wieder die Verzahnung des Apple-Ökosystems sehr deutlich.

Die Apple Watch soll zukünftig auch erkennen, wenn ein zu exzessiver Hörgenuss pro Woche zu Hörschädigungen führen kann. Ich bin gespannt, ob sie für Leute, die VoiceOver aus Rücksicht auf die Umgebung und wegen erhöhter Privatsphäre quasi ständig über Kopfhörer nutzen, exzessiv anmeckern werden. ;-)

Weitere Infos zu WatchOS 7 finden sich auch bei Apple.

MacOS Big Sur: Alles neu und anders

Die weitaus größten Änderungen erfährt dieses Jahr allerdings MacOS. Nicht nur, dass intern die Hauptversionsnummer nach 16 Jahren von 10 auf 11 geändert wurde. Auch das Design hat sich komplett geändert und ähnlelt jetzt sehr stark iPadOS. Die gesamte Oberfläche ist abgerundet und abgeflacht, die Dock-Icons sind eckig und gleichen denen auf dem iPad. Die ganzen weiteren Design-Änderungen kann Mac & I aber viel besser erklären.

Auch bekommen Macs ab Ende des Jahres successive ein neues Innenleben, nämlich Apples selbst gebaute Prozessoren anstatt wie bisher Intel-Chips. Apple verspricht sich dadurch mehr Leistung bei weniger Energieverbrauch und Kühlungsbedarf. Entwickler können ab sofort ihre Apps auf die neue Architektur portieren. Die Barrierefreiheits-Schnittstellen scheinen nach bisherigem Kenntnisstand dieselben zu bleiben, so dass auch alternative Browser wie Chrome, Microsoft Edge und bald auch Firefox weiterhin zugänglich sein dürften. Da MacOS Big Sur auf Macs seit 2013 lauffähig sein wird, ist zumindest für die nächste Zeit noch für eine Kompatibilität mit Intel-Macs gesorgt. Apple selbst spricht von mehreren Jahren Umstellungszeit und Unterstützung für die Intel-Architektur auf Jahre hinaus.

Auf den Macs mit Apples ARM-basierten Chips sollen sich auch iPad- und iPhone-Apps nativ ausführen lassen. Es ist anzunehmen, dass VoiceOver einfach so funktionieren wird. Das wird zu gegebener Zeit aber getestet werden müssen.

Ansonsten bekommt MacOS ein vollständiges Kontrollzentrum von iOS vererbt, auch die Mitteilungszentrale und neuen Widgets wurden aufgebohrt. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das alles mit der Tastatur bedienen lässt.

Im Gegensatz zu den anderen Artikeln haben die Infos zu MacOS Big Sur von Apple keinen Eintrag zu neuen VoiceOver-Funktionen. Ob dieses ebenfalls eine verbesserte Erkennung nicht zugänglicher Apps mitbringt, ist daher nicht bekannt.

Fazit

Selten waren die Änderungen auf so breiter Front so reichhaltig und spannend. Gerade was Apple mit den AirPods macht, interessiert mich sehr, und ich scharre schon mit den Hufen, bis ich eine Beta auf meinen Produktivgeräten installieren kann. Bei Beta 1 traue ich mich das allerdings noch nicht. ;-)

Auch die Verbesserungen bei Nachrichten, besseres Kartenmaterial und die verbesserten Widgets versprechen gute Erweiterungen zu werden. Wie sich die verbesserte Oberfläche auf dem iPad anfühlen wird, finde ich ebenso spannend wie die verbesserten Komplikationen und Zifferblätter in WatchOS 7.

Und ich bin wirklich sehr gespannt, wie sich MacOS Big Sur anfühlen wird, ob ein großer Unterschied zu bisherigen Versionen spürbar sein wird, wenn man es mit VoiceOver bedient, und wie das Portieren von z. B. der Nachrichten-App gelungen ist.

Ich freue mich jedenfalls auf die nächsten Wochen und Monate voller Entdeckungen und Bug Reports. :-)


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