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Apple AirPods: Meine Ersten Eindrücke

. 4 minuten gelesen

Durch eine unerwartete Warenlieferung an meinen örtlichen Apple Store war ich kurz nach Weihnachten in der Lage, mir einen Satz AirPods, die neuen drahtlosen Ohrhörer von Apple, zuzulegen. Hier sind meine ersten Eindrücke.

Auspacken und Pairing

Die Apple AirPods sind komplett drahtlose Ohrhörer. Sie kommen in einem kleinen Ladekästchen, das die AirPods über mehrere Abschnitte mit insgesamt ca. 24 Stunden Batterrieladung versehen kann. Selbst wird es per üblichem Lightning-Anschluss aufgeladen. Ein USB-zu-Lightning-Kabel liegt bei. Die AirPods selbst laufen mit einer Ladung etwa fünf Stunden. Setzt man sie dann in die Ladebox ein, haben sie nach bereits einer Viertelstunde wieder Ladung für weitere drei Stunden.

Die Box ist schön gestaltet, die beiden Ohrhörer werden reliefartig auf dem Deckel fühlbar, ähnlich wie dies z. B. schon lange bei iPhones auch üblich ist. Zum Lieferumfang gehört neben dem Kabel und dem Ladekästchen inkl. EarPods nur noch etwas Papierkram, eine Kurzanleitung, die eh niemand braucht. 😉

Die AirPods sitzen magnetisch gehalten im Ladekästchen. Die Halterung ist so konstruiert, dass jeder Ohrhörer nur in genau einer Position in die Box passt. Hat man den richtigen Ansatz gefunden, hilft der Magnetismus dabei, den Ohrhörer in die genau richtige Position zu bringen. Der Deckel der Ladebox ist ebenfalls mit einem Magnetverschluss versehen und schließt sicher.

Das Verpartnern der AirPods mit dem eigenen iOS-Gerät ist denkbar einfach: Dank des Apple W1 Chip öffnet man lediglich die Box neben seinem iPhone oder anderen iOS-Gerät und tippt auf Verbinden. Die AirPods werden sofort verpartnert und die Verpartnerung auch an alle anderen mit derselben iCloud-ID angemeldeten iOS-Geräte, Apple Watches und Macs weitergereicht. Voraussetzung ist lediglich, dass das Gerät mit iOS 10, WatchOS 3, MacOS 10.12 Sierra oder dem neuesten TVOS auf dem Apple TV der 4. Generation läuft. Man muss die AirPods also nicht auf jedem seiner Geräte extra neu koppeln.

Audioqualität und VoiceOver-Performance

Wer die Apple EarPods, also die Headsets, die mit iPhones mitgeliefert werden, kennt, kennt im Grunde auch den Klang der AirPods. Die Form ist fast identisch, der Stil, wo bei den EarPods das Kabel aus den Ohrsteckern kommt, ist bei den AirPods nur etwas länger, und der Teil, der ins Ohr eingesteckt wird, ein ganz klein bisschen größer. In meinen Ohren saßen schon die EarPods super, die AirPods sitzen perfekt. Ich habe es bisher auch nicht geschafft, sie durch Kopfbewegungen oder Positionswechsel zu verlieren. Die häufigste Ursache, warum EarPods aus den Ohren rutschen, dürfte eh Kabelzug sein, und der fällt hier ja weg.

Auch die Klangqualität ist den EarPods sehr ähnlich. Der Bass kommt noch etwas kräftiger, die Mitten und Höhen sind ähnlich brillant wie bei den kabelgebundenen Geschwistern.

Die Performance mit VoiceOver ist sehr gut. Es gibt kaum eine Verzögerung, wie man sie manchmal von anderen Bluetooth-Headsets oder -Kopfhörern kennt. Apple scheint bei der Eigenentwicklung des W1-Chips Wert darauf gelegt zu haben, dass es möglichst eine geringe Latenz gibt. Auch hat Apple in iOS 10.2 nochmals an dieser Performance geschraubt. Ich besitze auch ein paar Beats Solo3 Wireless-Kopfhörer, die ebenfalls mit einem W1-Chip ausgestattet sind, und die Latenz war vor iOS 10.2 definitiv höher.

Das Mikrofon

Die AirPods besitzen auch in jedem Ohrstecker ein Mikrofon. In der Standardeinstellung wird das richtige automatisch ausgewählt, um den möglichst besten Klang zu erreichen. Die Mikrofone haben bei Aufnahmen in z. B. der App Sprachmemos definitiv leichte Artefakte, die vom zur Verfügung stehenden Bluetooth-Protokoll herrühren. Die Qualität ist aber durchaus sehr annehmbar. Gerade wenn man telefoniert, dürften diese kaum ins Gewicht fallen. Ein Freund, der durch eine Hörbehinderung sehr kritisch ist, was Sprachverständlichkeit angeht, beschrieb sie mir so, dass die Tiefen und Höhen definitiv beschnitten sind, die Mitten dafür aber sehr kräftig kommen und für ihn S-, T- und P-Laute sehr gut hörbar waren. Die Qualität gefällt mir persönlich auch sehr, definitiv auch besser als bei den in den Beats Solo3 verbauten Mikrofonen, welche noch viel stärker nach GSM-Telefon klingen, selbst wenn man eine Aufnahme in Sprachmemos macht.

Die AirPods haben vom Mikrofon her also einen Klang, der dem der Mikrofone in den EarPods kaum unterlegen sein dürfte. Selbst WhatsApp-Sprachnachrichten kommen damit immer noch in einer annehmbaren Qualität rüber, können aber natürlich nicht mit dem Volumen und der Klarheit des ins iPhone oder iPad eingebauten Mikrofons mithalten. Aber das können die EarPods auch nicht. 😉

Handhabung mit mehreren Geräten

Die AirPods verbinden sich standardmäßig immer mit dem zuletzt verwendeten Gerät, wenn man sie aus der Ladebox nimmt und sich ins Ohr steckt. Gerade wenn mehrere bekannte Geräte in Reichweite sind, wie dies zu Hause ja in der Regel der Fall sein dürfte, bedeutet dies, dass keine automatische Umschaltung auf ein anderes bekanntes Gerät erfolgt, wenn man dieses zur Hand nimmt. Man muss also einmal übers Kontrollzentrum, Seite 2 das Audioziel auf die AirPods einstellen, und schon kommt sowohl VoiceOver als auch die Musikwiedergabe über die AirPods. Selbiges gilt auch für die Apple Watch und den Mac. Bei MacOS findet man die AirPods im Bluetooth-Extra-Menü.

Eine noch intelligentere Übernahme wäre natürlich wünschenswert, z. B. wenn man das iPad zuklappt und das iPhone zur Hand nimmt, das Apple TV schlafen schickt und zum iPad wechselt o. ä. Aber da Apple ja die Kontrolle über sämtliche Hard- und Software hat, dürfte hier auch noch mit weiteren Verbesserungen der Benutzbarkeit zu rechnen sein. Mich stören die paar Handgriffe jedenfalls nicht, wenn ich vom einen auf ein anderes Gerät wechseln will.

Weitere Beobachtungen

Die Handgriffe, um die AirPods aus ihrer Ladebox zu entnehmen oder sie dort wieder einzusetzen, gehen schnell in Fleisch und Blut über. Es geht definitiv schneller als das ständige Entwirren der EarPods-Kabel. Auch die Bewegungsfreiheit durch das Wegfallen der Kabel ist etwas, das ich sehr genieße. Das iPhone kann beim Hören von Musik oder ähnlichem in der Hosentasche verbleiben, und man muss nicht befürchten, es durch unbedachte Bewegungen am Kabel herauszuziehen und einen Absturz zu riskieren, wenn sein Eigengewicht stärker ist als die Steckverbindung. Gerade bei früheren 3,5-mm-Klinkenstecker-Modellen ist mir ein iPhone durchaus schon mal aus geringer Höhe abgestürzt.

Auch meine Befürchtung, ich könne mit der Akkulaufzeit nicht zurecht kommen, hat sich nicht bestätigt. Dadurch, dass man sie einfach immer in die Ladebox zurück packt, wenn man sie gerade nicht verwendet, laden sie sich ja ständig wieder auf. Man muss halt nur dafür sorgen, dass man die Box nachts immer auflädt, ähnlich wie die Apple Watch.

Fazit

Die „kabellose Zukunft“ von Apple gefällt mir sehr gut. Die AirPods sind ordentlich verarbeitet, das Ladekästchen ebenso, und es ist darüber hinaus ein echter Handschmeichler. Die AirPods sind so eines der Produkte, weswegen viele Apple lieben: Sie funktionieren einfach. Dieses super einfache Koppeln mit einem Tippen, das diese Kopplung per iCloud an alle anderen kompatiblen angemeldeten Geräte weiterreicht, ist eine echt feine Sache! Dass man nicht mehr mit Kabeln herumhühnern muss, ist ein echter Gewinn. Und die Audiosynchronisierung zwischen den beiden AirPods hat bei mir bisher keinen Grund zur Klage gegeben. Es kommt alles sauber in Stereo, so wie es soll. Die Performance mit VoiceOver ist sehr gut. Einzig das Handoff zwischen Geräten beim offensichtlichen Wechsel darf noch etwas reibungsloser und mit weniger Tipparbeit passieren. Aber Apple sind ja erst am Anfang dieses Weges, und dafür funktioniert’s schon echt prima!


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