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Die GEZ versucht es immer wieder

. 3 minuten gelesen

Wir erhielten heute beide Post von der GEZ – oder wie auch immer der Verein sich jetzt schimpft. Sie versuchen, den Beitrag in voller Höhe zu kriegen, indem sie uns als nicht verheiratet erklären.

Meine Frau und ich bekamen heute beide Briefpost vom Beitragsservice ARD, ZDF, Deutschlandfunk, kurz dem GEZ-Nachfolger. Trotz des neuen Namens bleiben die Methoden dieses Vereins seit Jahren so unsauber und fragwürdig wie eh und je. Der neueste Clou: Meine Frau und mich wegen unserer beibehaltenen Nachnamen als nicht verheiratet erklären und so versuchen, von ihr den vollen Beitragssatz für unsere Wohnung bekommen.

Der Hintergrund

Als wir am 30.12.2013 heirateten, entschieden wir uns, unsere Nachnamen jeweils zu behalten. Dies ist seit einer Neuregelung des Namensrechts 1993, folgend auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem März 1991, in Deutschland möglich. Das ist also nichts, was irgendwie neu wäre.

Nun ist es so geregelt, dass bei Verheirateten derjenige die Beiträge entrichten kann, der sie ermäßigt bekommt. In unserem Fall bin ich dies, bedingt durch die Blindheit und das Merkzeichen RF im Schwerbehindertenausweis.

Damals wohnten wir in der jetzigen Wohnung. Durch verschiedene Irrungen und Wirrungen zogen wir zwischenzeitlich weg, dann aber im September 2019 durch eine glückliche Fügung wieder in dieselbe Wohnung zurück. Unsere Podcast-Hörer wissen näheres.

Das Problem

Dies bekam der GEZ-Nachfolger (natürlich) mit. Sie bekamen vor allem mit, dass hier zwei Personen einzogen, eine, die angemeldet und nur umgezogen war und überdies nur den ermäßigten Beitrag entrichtete, und eine, die bei ihnen bisher (angeblich) nicht geführt wurde. Entweder wurde es dabei ignoriert, oder geflissentlich übersehen, dass ein Eheverhältnis besteht.

Jedenfalls bekam Petra im Oktober eine Aufforderung zur Anmeldung bzw. Entrichtung der Rundfunkgebühren als neu hinzugezogene Bewohnerin dieser Adresse. Ihr Widerspruch mit Verweis auf meinen Namen, meine Rundfunknummer und die Tatsache, dass wir verheiratet sind, half nichts.

Heute bekamen wir zwei Briefe. Petra die Anmeldung als neues Mitglied und aufgefordert, den Beitrag in voller Höhe zu entrichten. Ich eine Abmeldung, weil in meiner Wohnung ja jemand sei, der den vollen Beitrag entrichten würde.

Ein sofortiger Anruf bei deren Hotline war erwartungsgemäß wenig ergiebig. Die Frau meinte kaltschnäuzig zu mir, dass es ja wegen der unterschiedlichen Nachnamen überhaupt nicht ersichtlich sei, dass wir verheiratet wären. Auf meinen Einwand hin, dass sie ja wohl auch mitbekommen haben, dass hier jemand eingezogen sei, warum sie dann nicht auch gleich den Personenstand mit abfragen würden, erhielt ich die lapidare Antwort, was recherchiert oder abgefragt würde, müsse ich schon ihnen überlassen. Ich könne ja einen Widerspruch schreiben, mit Kopie der Heiratsurkunde und dass sie die Vorgänge rückgängig machen sollen. Dieser ist beim Verfassen dieses Beitrags bereits geschrieben, eingetütet und im Briefkasten. Per Einschreiben, weil’s besser ist.

Déjà-Vu

Bei dem ganzen Vorgang haben Petra und ich ein andauerndes Déjà-Vu-Erlebnis. Denn das ganze haben wir mit diesem Verein schon einmal durchgekaut, und da war es genauso zäh wie alter Kaugummi. Das war kurz nach unserer Hochzeit, wo sie das gleiche ebenfalls probiert haben. Sie haben also von der damaligen Korrespondenz definitiv schon eine Kopie unserer Heiratsurkunde vorliegen gehabt, der Verlauf ist im System, sie hätten also nur nachschauen brauchen, um zu erkennen, dass dieses hin und her völlig unnötig ist. So bekommen sie jetzt einen sehr kühl und deutlich formulierten Widerspruch auf den Tisch geknallt und diesen Blogeintrag obendrauf. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen: Durch die damalige Korrespondenz war Petra bei ihnen schon geführt. Sie wurde dann natürlich abgemeldet, als sie einsehen mussten, dass sie von uns nur den ermäßigten Beitrag bekamen. Aber sie war bei denen definitiv schon „aktenkundig“.

Dahinter kann ich tatsächlich nur böse Absicht vermuten. Sie versuchen mit allen möglichen Mitteln, aus Leuten die volle Beitragshöhe herauszuholen. Und sie bauen darauf, dass die Leute eingeschüchtert reagieren, sich nicht informieren, sondern einfach zahlen. Die Regelungen, wer wann was in welcher Höhe zu zahlen hat, sind vermutlich auch aus dem Grund extra kompliziert, um abzuschrecken.

Mein Tipp also: Wenn die GEZ euch irgendwas will, informiert euch, holt euch Hilfe, aber tut nur eines nicht, nehmt nicht widerspruchslos hin, was sie meinen euch vorsetzen zu müssen. Sie sind sehr oft im Unrecht.


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