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Mein Mix aus Ökosystemen

. 3 minuten gelesen

Seit meinem letzten Beitrag hat sich ein bisschen was getan, ich bin in Teilen ins Apple-Ökosystem zurückgekehrt, nutze aber auch die von Google und Microsoft damit integriert. Hier ist mein aktuelles Setup.

Der Dreh- und Angelpunkt ist natürlich das iPhone. Hier laufen im Grunde alle Fäden zusammen. Dieses ist bei iCloud angemeldet, nutzt aber nicht all dessen Features. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass Gmail der zur Zeit zugänglichste E-Mail-Dienst ist, vor allem im Web, und dass nichts an dessen Such- und Filtermöglichkeiten heranreicht. Auch die Kalenderintegration ist hier am besten, und dank eines YouTube-Premium-Abos haben meine Herzdame und ich auch hier einen Familienkalender, den wir auch reichlich nutzen.

Das iPhone nutzt also weder Kontakte noch Kalender von iCloud, aber natürlich die von Gmail, und die sind auch als Standard-Kalender bzw. Kontakte-Konto hinterlegt, wenn irgend eine App einen Termin oder Kontakt anlegen möchte. Auch iCloud Mail ist deaktiviert. Ich habe da zwar eine E-Mail-Adresse, nutze sie aber nicht aktiv.

Andere Funktionen wie Erinnerungen, Backup, Drive usw. habe ich jedoch sehr wohl angestellt bzw. eingeschaltet gelassen. Auch dürfen natürlich alle Apps, die es möchten, ihre Daten in der iCloud verwalten und synchronisieren.

Dazu kommt die Apple Watch, die wieder als mein Fitness-Tracker dient. Zur Zeit noch eine inzwischen recht behäbige Series 2, da steht demnächst, sprich nach der nächsten Keynote, ein Upgrade ins Haus. Auch einige Apps habe ich installiert wie z. B. Just Press Record, welches auch auf der Apple Watch sehr gut klingende Aufnahmen macht, die ich hinterher auf dem iPhone weiterverarbeiten kann. Dank iCloud Sync funktioniert sogar eine Transkription nach sofortigem Hochladen von der Watch, auch recht gut auf deutsch.

Eine weitere App, die ich sehr schätze und für die es auch eine Apple-Watch-App gibt, ist Wohin?, eine sehr intelligente Umgebungssuche. Schnell mal ein Restaurant finden, die genauen Daten eines Favoriten in der Nähe einsehen sind hiermit kein Problem, und dank der sehr guten Arbeit der Autoren mit VoiceOver zugänglich. Man kann sich sogar einen Alarm einrichten, wenn man sich einem Favoriten bis auf eine bestimmte Distanz annähert.

Für die Verwaltung von To-Do-Listen verwenden meine Herzdame und ich als plattformübergreifende und zugängliche Lösung To-Do von Microsoft. Dies ist für Windows, Mac, iOS, Android und im Web verfügbar und auch überall zugänglich, so dass wir unsere gemeinsamen oder privaten Aufgaben jederzeit von überall her bearbeiten, abhaken usw. können.

Auch für Office-Aufgaben nutzen wir das Microsoft-Ökosystem. An Word, Excel und PowerPoint führt für uns nach wie vor kein Weg vorbei, und da wir beide keinen Mac mehr haben, sondern Laptops von Microsoft, kommen Apples Alternativen wie Pages & Co. nicht in Frage. Zumal diese auch im Web nach wie vor nicht zugänglich sind. Auch Googles Docs, Sheets und Slides sind zwar OK, brauchen aber entweder ein mobiles Endgerät oder einen Browser und laufen nicht nativ unter Windows und wären somit vom Internet unabhängig. Wir nutzen Office mit einem Office-365-Home-Abonnement, das ich mit meiner Herzdame geteilt habe. So können wir auch in Echtzeit zusammen an einem Dokument arbeiten und sehen die Änderung der jeweils anderen Person sofort. Und wenn ich mal eine Präsentation halte, gibt PowerPoint mir seit kurzem sogar eine Live-Untertitelung dessen, was ich erzähle.

Aber für ein neues Projekt, das ich jetzt starten will, habe ich mir die Woche dann auch doch wieder ein iPad zugelegt. Es gibt meiner Meinung nach keine bessere Schreib-App als Ulysses. Ich habe auch nach längerer Recherche unter Windows nichts Zugängliches gefunden, was dem auch nur im Ansatz nahe kommt. Und ich nutze deshalb kein iPhone mit Tastatur für dieses Projekt, weil ich auch mit VoiceOver an einem größeren Bildschirm mit Funktionen wie Split View, Slide Over und in iPadOS 13 zwei Dokumenten bzw. Instanzen Seite an Seite arbeiten will. Ulysses gibt es für iOS, iPadOS (der Beta-Test dafür ist gerade gestartet) und MacOS. Alle Varianten sind voll mit VoiceOver zugänglich, wie man auf englisch in der Knowledge Base nachlesen kann. Ulysses selbst ist übrigens auf deutsch verfügbar, lediglich die Website ist auf englisch.

Weitere Funktionen wie die Heimautomatisierung werden beizeiten auch wieder eingerichtet. Auch wird mein Apple TV HD wieder reaktiviert und muss sich dann wahrscheinlich erst einmal ganz viele Updates holen. 😉 Auch zu Apple Music bin ich zurückgekehrt, nutze es zur Zeit parallel zu Spotify. Vor allem auf Sonos ist das zur Zeit mal wieder öfter von Vorteil, wenn Spotify mal wieder klemmt, was es in letzter Zeit irgendwie desöfteren tut. Außerdem gefällt mir an Apple Music als Hörspiel-Fan die dedizierte Empfehlungsabteilung für Hörspiele sehr gut, etwas, das ich unter Spotify sehr schmerzlich vermisse. Dort bekommt man zwar Podcasts wie sauer Bier angepriesen, für Hörspiele haben sie aber nichts vernnftiges im Angebot. Und Apple Music läuft eben auch auf dem Apple TV.

Dies ist mal ein kurzer Überblick über mein teils neues, teils wiedererwecktes Setup im Apple Ökosystem.


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